Grundprinzipien unserer pädagogischen Haltung

In unserem Kindergarten schaffen wir auf der Basis der drei Prinzipien Beziehung, Individualisierung und Partizipation die notwendigen Voraussetzungen, komplexe Bildungsprozesse anzuregen und zu begleiten. Zudem leben wir Inklusion selbstverständlich in unserer Einrichtung.

Stabile Beziehungen

Stabile emotionale und soziale Beziehungen geben Kindern Sicherheit und sind die Basis für ihre Bildungs- und Entwicklungsprozesse. Unsere pädagogischen Fachkräfte unterstützen diesen Beziehungsaufbau durch Feinfühligkeit und emotionale Verfügbarkeit. Wir arbeiten mit dem System der Bezugserzieherin und gewöhnen Ihr Kind nach dem Berliner Modell ein.

In unserer Kindertageseinrichtung erleben Kinder eine soziale Gemeinschaft, die sich von der Familie unterscheidet. Sie treffen auf Kinder verschiedenen Alters und Kulturen, besprechen Spielideen, knüpfen Freundschaften, philosophieren über die Welt und lösen Konflikte. Dies fördert ihre Persönlichkeit und sozial-emotionale Kompetenzen.

Individualisierung

Kinder haben ein Recht darauf, dass ihre Persönlichkeit und ihre Bildungs- und Lernprozesse berücksichtigt werden. Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich an den Themen und Interessen der Kinder. Jedes Kind ist Teil einer Gemeinschaft, was Möglichkeiten und Grenzen für individuelle Vorlieben und Interessen schafft.

Unsere pädagogischen Fachkräfte nehmen die Bedürfnisse der Kinder wahr und signalisieren ihnen Anerkennung, auch wenn nicht immer alle Bedürfnisse sofort erfüllt werden können.

Kinder haben die Gelegenheit, Angebote wahrzunehmen, Materialien selbständig zu nutzen und sich für oder gegen Gruppenaktivitäten zu entscheiden. Unsere Fachkräfte gestalten eine Umgebung, die die Individualität und Bildungsprozesse jedes Kindes in den Mittelpunkt stellt.

Partizipation

Kinder haben ein Recht auf Selbstbestimmung und Mitbestimmung. Sie sind fähig, Entscheidungen zu treffen und Urteile zu fällen, und werden bei uns ermutigt, dies in die Gemeinschaft einzubringen. So entwickeln sie Vertrauen in ihre eigenen Kräfte und lernen, das Wohl und die Wünsche anderer zu achten. Demokratie wird früh erlebbar, indem Kinder die Gelegenheit haben, sich in einer von demokratischen Strukturen geprägten Umwelt auszuprobieren und mitzugestalten.

Jedes Kind soll die Chance haben, seine Fähigkeiten und Möglichkeiten in die Gemeinschaft einzubringen. Dies setzt eine partizipative Grundhaltung voraus. In unserem Kindergarten schaffen wir verschiedene Situationen der Teilhabe, sodass Kinder als Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebenswelt ernst genommen werden. Dabei ist es wichtig, Kinder entwicklungsangemessen in ihren Entscheidungsprozessen zu begleiten.

Inklusion

Die Vielfalt von Menschen – Kindern und Erwachsenen – ist unsere Normalität und Grundlage für eine inklusive Pädagogik. Menschen unterschiedlicher Kulturen, Sprachen, Nationalitäten, Temperamenten, sozioökonomischen Hintergründen und Lebenswelten, Fähigkeiten und Geschlechtern treffen bei uns zusammen. Diese Heterogenität sehen wir als Chance für vielfältige Lernerfahrungen und neue Horizonte.

In einem offenen, wertschätzenden und gleichberechtigten Miteinander wirken wir Benachteiligung und Diskriminierung aktiv entgegen. Unser Auftrag ist die gleichberechtigte Teilhabe und ganzheitliche Förderung aller Kinder in unseren Einrichtungen.

Im pädagogischen Alltag wird die Vielfalt in Gesprächen, Projekten, der Raum- und Materialgestaltung sowie im Spiel aufgegriffen. Mit Neugierde, Anerkennung und Wertschätzung begegnen wir Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Kinder, ihre Familien und pädagogische Fachkräfte sind mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen, Stärken, Interessen und Sichtweisen willkommen. Bei besonderem Förderbedarf ermöglichen wir eine bedürfnisgerechte Betreuung.